Auf die (Körper)Mitte, fertig los!

Ob kurvig oder burschikos, klein oder groß, Orangenhaut oder keine Orangenhaut – viel zu lange haben wir Frauen damit verbracht, unsere Körpermitte auf das Sichtbare zu reduzieren und uns selbst zu verurteilen.


Dabei gibt es im Unsichtbaren soviel wichtigere Dinge, die unsere Mitte definieren –wie es uns geht, ob wir gesund sind. Unseren Zyklus und unsere Regelblutung zum Beispiel.

Welchen Zugang hast du zu deiner Regel? Ist dein Zyklus eher lang oder kurz oder alles Paletti? Wie lang blutest du? Leidest du unter PMS, Schmerzen und Krämpfen?

Wir alle erinnern uns an den Spruch: "Lass sie, die hat ihre Tage". Unausstehlich war wohl das scheinbar treffendste Attribut für eine Frau, die blutet. Das galt offenbar nicht nur für unsere Wirkung nach Außen, oft konnten wir uns in dieser Zeit selbst nicht leiden. Und ja, wir sprechen hier bewusst in der Vergangenheitsform. Denn für uns hat sich in den letzten Jahren viel geändert – und wir hoffen, für euch auch. Wenn nicht, ist es an der Zeit, Ladies!


Widerstand zwecklos!


Wir haben uns so oft selbst bemitleidet – dafür, dass wir bluten, dafür, dass wir leiden müssen – und die Männer nicht. Heute wissen wir: wir dürfen bluten und wir müssen nicht leiden. Wir dürfen zyklisch leben und verstehen, was das bedeutet. In dem Moment, in dem wir die Waffen niedergelegt und angenommen haben, was ist, ist Stille und Frieden eingekehrt.


Und nein, das soll nicht heißen, dass wir seitdem nie wieder Schmerzen oder Tobsuchtsanfälle hatten – im Gegenteil. Aber wir haben gelernt, die Zeichen zu lesen und sie positiv für uns zu nutzen. Und wir haben gelernt, hinzuhören, wenn unsere Körpermitte Zuwendung benötigt. Die bekommt sie jetzt regelmäßig und seitdem sind wir dicke miteinander! Ziemliche Offenbarung, ehrlich jetzt.